MEHR CHANCENGLEICHHEIT FÜR FRAUEN IN DER MEDIZINISCHEN FORSCHUNG

News03.09.2019
 

Trotz aller Anstrengungen: Frauen sind weiterhin in der medizinischen Spitzenforschung unterrepräsentiert und machen seltener Karriere als Gruppenleiter. Was sind die Ursachen dafür, dass Forscherinnen es häufig nicht an die Spitze schaffen? Und was muss konkret passieren, damit gut ausgebildete Frauen Privatleben und Familienplanung mit den Herausforderungen einer wissenschaftlichen Karriere besser unter einen Hut bringen können? Diese Fragen sind Thema eines englischsprachigen Symposiums, das am 12. September 2019 im Rahmen des Tages der Nachwuchsforschung (YIRD) 2019 stattfinden wird. Finanziert wird das Treffen mit Mitteln des Sonderforschungsbereichs 1118 „Reaktive Metabolite als Ursache diabetischer Folgeschäden“. Prof. Dr. Peter Paul Nawroth, Sprecher des Sonderforschungsbereiches und Ärztlicher Direktor der Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie im Universitätsklinikum Heidelberg, ist die Förderung engagierter Naturwissenschaftlerinnen ein besonderes Anliegen: „Wir wollen Frauen konkret fragen, was sie brauchen und nicht nur darüber reden, sie zu unterstützen.“

Am Vormittag werden herausragende Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich der Stoffwechsel- und Diabetesforschung über ihre Erfahrung im Management von Labor, Abteilung und Familienleben berichten. Die beiden Organisatorinnen Dr. Bilgen Ekim Üstünel, Juniorgruppenleiterin und Dr. Johanna Zemva, Assistenzärztin und Juniorgruppenleiterin, erwarten rund 100 Teilnehmende aus ganz Deutschland und hoffen, dass auch interessierte „Zaungäste“ anderer Fachbereiche den Weg zu dem Symposium finden. „Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs für eine akademische Laufbahn zu begeistern und ein Forum zu bieten, um verschiedene Wege in und aus der klassischen Wissenschaft zu erkunden“, sagt Bilgen Ekim Üstünel. Für Nachwuchsforscherinnen und -forscher gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich einzubringen – beispielsweise in Form einer Posterpräsentation oder durch einen Kurzvortrag über das eigene Forschungsgebiet.

Es soll nicht nur bei reinen Erfahrungsberichten und einem Austausch bleiben an diesem Tag: Die Veranstalterinnen planen außerdem einen Workshop, in dem konkrete Forderungen der Forscherinnen aber auch der Forscher, die Teil an der Kindererziehung haben wollen, formuliert werden. Diese werden in dem Konsensschreiben zusammengefasst und an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, des Wissenschaftsministeriums, der DFG und des Wissenschaftsrats versandt. „Auf diese Weise hoffen wir, einen konkreten Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschaft zu machen“, so Johanna Zemva.

 

Quelle: Unternehmenskommunikation / Pressestelle Universitätsklinikum Heidelberg 

Foto Johanna Zemva: FAKTENHAUS

https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/newsroom/mehr-chancengleichheit-fur-frauen-in-der-medizinischen-forschung/

Weitere Informationen

Der Workshop findet statt am 12. 9. 2019, 8:30 – 18 Uhr
Medizinische Klinik, Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg
Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.

Alle Vorträge werden in englischer Sprache gehalten.

POSTER ZUM DOWNLOAD (PDF, 400 KB)

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